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Eine Heeresgruppe (Abkürzung HGr; Militärisches Symbol XXXXX) ist die Zusammenfassung mehrerer militärischer Großverbände (Armee, Armeegruppe, Korps) unter einem einheitlichen Oberkommando, vorwiegend in der Zeit des Ersten und Zweiten Weltkrieges. Sie bildete eine typische Einrichtung des deutschen Heeres, fand aber auch Entsprechungen im Militär anderer Staaten, z. B. Front (Großverband). Die Oberste Heeresleitung (OHL) führte das Heer zu Beginn des Ersten Weltkrieges mittels direkter Anweisungen an die einzelnen Armeeoberkommandos. Doch bald erwies es sich als unmöglich, mit den damaligen nachrichtentechnischen Mitteln eine Massenarmee von (nach der Mobilmachung) mehr als 3,9 Millionen Mann mit einer einzigen Zentralinstanz zu befehligen. Im Verlauf des Krieges gelang es zwar, den Nachrichtendienst mittels Fernsprecher und Telegrafie, der anfangs nur bis zur Korps-Ebene ging, bis zu den Divisionsstäben auszubauen. Und diese wurden dadurch auch in die Lage versetzt, wesentlich selbständiger zu operieren. Im Verlauf des Ersten Weltkrieges vervielfachte sich allerdings die Zahl der Armeen, und es war nicht selten, dass mehrere Armeen an einem Kriegsschauplatz zusammen den Kampf zu führen hatten. Das machte ihre Zusammenfassung in Heeresgruppen (→ Heeresgruppe (Deutsches Kaiserreich)) mit jeweils eigener Führung notwendig. Aus diesem Grund ging man ab 1916 zunehmend dazu über, Armeen unter einem Heeresgruppenkommando zusammenzufassen.